Was wir machen

Der Heimatverein Weissacher Tal lebt von ehrenamtlicher Arbeit. Wir erhalten das ehrwürdige, über 230 Jahre alte Bauernhaus. Und organisieren regelmäßige Führungen. Wir pflegen und bearbeiten den Bauerngarten und den Traditionsweinberg. Wir organisieren Exkursionen in die Heimat. Hauchen zu gegebenen Anlässen dem Bauernhausmuseum (Alltags)Leben ein. Machen Zeitzeugeninterviews ("Heierles halta"). Spüren Kleindenkmale auf.

Organisieren Erlebnistage rund ums Bauernhausmuseum. Lassen mit Erzählstuben im Oberling des Bauernhauses Geschichte erlebbar werden. Versuchen mit speziellen Angeboten, auch Kinder und Jugendliche anzulocken und sie für Technik und traditionelle Werte zu begeistern. Und wir beteiligen uns an Aktivitäten in den drei Gemeinden, die das Heimatgefühl und das Zusammenwachsen der Menschen im Täle fördern.

Zum Tode von Reinhold Knödler: Autos in Bruch und Wein in Däfern

Der Heimatverein Weissacher Tal trauert um sein Mitglied Reinhold Knödler. Er ist am 23. März fast 92-jährig verstorben. Er war eine prägende Persönlichkeit für das Weissacher Tal. Sein Leben spiegelt die wechselvolle Geschichte unserer Heimat wider. Ein Team des Heimatvereins hat ihn als Zeitzeugen in seinem Wengertshäusle in Däfern besucht und seine Erlebnisse mit der Kamera festgehalten. Er musste schon mit elf Jahren zusammen mit seinen Brüdern den elterlichen Bauernhof in Bruch bewirtschaften. Seine Mutter war gestorben, Sein Vater war im Krieg. Das Kriegsende erlebt er im Versteck vor einem möglichen Kriegsgericht der Wehrmacht. Seine kritische Haltung wurde ihm fast zum Verhängnis. Nach dem Krieg baute er das Autohaus Knödler auf. Seine Passion galt aber dem Weinbau am Ebersberg. Nicht nur hier hat er Pionierarbeit für die  Nachwelt geleistet.

Es war ein beeindruckendes Zeitzeugeninterview. Seine in Gedichtform vorgetragene Ode an das Weissacher Tal hat das Zeug zur neuen Lokalhymne aller Tälesbewohner. Auszüge aus dem Zeitzeugengespräch sind auf der Homepage des Heimatvereins unter dem Schlagwort „Heierles halta“ einzusehen. So haben wir ihm ein bleibendes Denkmal gesetzt.

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