Was wir machen

Der Heimatverein Weissacher Tal lebt von ehrenamtlicher Arbeit. Wir erhalten das ehrwürdige, über 230 Jahre alte Bauernhaus. Und organisieren regelmäßige Führungen. Wir pflegen und bearbeiten den Bauerngarten und den Traditionsweinberg. Wir organisieren Exkursionen in die Heimat. Hauchen zu gegebenen Anlässen dem Bauernhausmuseum (Alltags)Leben ein. Machen Zeitzeugeninterviews ("Heierles halta"). Spüren Kleindenkmale auf.

Organisieren Erlebnistage rund ums Bauernhausmuseum. Lassen mit Erzählstuben im Oberling des Bauernhauses Geschichte erlebbar werden. Versuchen mit speziellen Angeboten, auch Kinder und Jugendliche anzulocken und sie für Technik und traditionelle Werte zu begeistern. Und wir beteiligen uns an Aktivitäten in den drei Gemeinden, die das Heimatgefühl und das Zusammenwachsen der Menschen im Täle fördern.

Lernort Bauernhausmuseum –Kooperationsprojekt zwischen Heimatverein Weissacher Tal und PH Ludwigsburg

Die angehenden Lehrer sollten methodische und didaktische Konzepte entwickeln, wie man am bäuerlichen Alltagsleben vor rund 100 Jahren Grundsätzliches für die heutige Welt entdecken und vermitteln kann. Für ihre Dozentin Frau Dr. Carolin Hestler ist das Bauernhausmuseum in der Brüdener Straße in Unterweissach dafür bestens geeignet: „Das fasz 250 Jahre alte Bauernhaus ist noch authentisch. Es ist weitgehend im Originalzustand erhalten.  Es gibt so gut wie keine Schauvitrinen und keine belehrenden Erklärtafeln. Hier gibt es für Schüler viel zu entdecken“.

Die Studenten hatten sichtbar Spaß daran, einmal kreativ und eigenständig ihr vorhandenes Wissen in konkretes Tun umzusetzen. Die Hauptschwierigkeit dabei war, Wege aufzuzeigen, wie man junge Besucher dazu bringen kann, bemerkenswerte Gegenstände und Abläufe  auch ohne belehrende Texte zu entdecken und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.

Die entwickelten Ansätze waren vielversprechend. So hat eine Gruppe einen kurzen Erklärfilm produziert, wie man den historischen Webstuhl bedient. Diese Zusatzinformation -mit Lore Kannowade vom Heimatverein als Hauptdarstellerin-  war dann mittels QR-Code abrufbar.

Ein anderes Team hat für den Handwerkerraum –so zu sagen als Prototyp- einen Hörspieldialog entwickelt, der auf kindgerechte Weise das dörfliche Handwerk nachempfinden lässt. Er könnte dann auf einfache Weise mit zur Verfügung gestellten mp3-Playern abgerufen werden.

Die Gruppe „Ein Tag im Leben der Tante Frida“ stellte das Alltagsleben der letzten Bewohnerin des Bauernhausmuseums in den Mittelpunkt. Ihr Ansatz hatte einen Projekttag im Auge, bei dem die jungen Besucher einen klassischen Arbeitstag mit den historischen Arbeitsgeräten bewältigen müssen. Wäsche waschen mit dem Waschbrett, Mehl herstellen mit Dreschflegel, Windfege und Kornmühle, Butter herstellen mit Butterfass und Buttermodel sowie Saft produzieren mit Presse und Flotter Lotte – auch für die künftigen Lehrer war dies ein praxisnaher Seminarnachmittag.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Jürgen Hestler versprach, ihre Ideen in ein museumspädagogisches Konzept für das Bauernhausmuseum einfließen zu lassen. „Das Seminar war für alle eine klassische win-win-Situation. Die Studenten durften sich ausprobieren und wir haben viele Anregungen bekommen, wie man unser Bauernhausmuseum zu einem interessanten  Lernort für Schulen machen und wie man auch für die heutige Zeit sinnvolle Werte vermitteln kann“, so Jürgen Hestler.

In einem ersten Schritt werden in der Saison Sonderführungen unter dem Motto „Hier lebte Tante Fri(e)da“ angeboten. Ein Team um Annegret Kuttruf, Margit Hermentin und Monika Erb wird dafür ein entsprechendes Konzept entwickeln.

Im nächsten Jahr soll die Kooperation mit der PH Ludwigsburg fortgesetzt werden.

 

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